Den Spitzenteams Paroli geboten
Zwei
schwere Aufgaben standen für die Mannen von Trainer Erhard Geck in der
vergangenen Woche auf dem Programm. Zunächst mussten die Blau-Gelben bei einem
der Topfavoriten, dem SV Assenheim, Farbe bekennen, bevor am Sonntag der
verlustpunktfreie Tabellenführer, die SG Rodheim, ihre Visitenkarte in
Reichelsheim abgab.
Zwar unterlag man in beiden Partien am Ende, zeigte aber
beides Mal, dass die Mannschaft läuferisch topp fit und spielerisch auf einem
sehr guten Weg ist und selbst gegen solche Spitzenteams einen gleichwertigen
Gegner abgeben kann. Es waren im Spiel gegen Assenheim in erster Linie die
individuell besseren Spieler des Gegners, die den Unterschied ausmachten und
gegen Rodheim einige unglückliche Situationen und teils vermeidbare eigene
Fehler, die das Spiel zugunsten der Gäste entschieden.
In
Assenheim wurden die SV-ler gleich in der zweiten Minute wachgerüttelt, als
sich ein Gästestürmer gegen die SV-Abwehr durchsetzte und Torwart Michael
Penow-Michalak gleich zu einer Glanztat, einer von noch vielen folgenden,
zwang. Im weiteren Spielverlauf gab es zwar auch noch einige brenzlige Situationen
vor dem SVR-Gehäuse, die aber entweder vom Torsteher oder der nun aufmersamen
Abwehr vereitelt werden konnten oder von den Gastgebern im Übereifer „versiebt“
wurden.
So dauerte es bis zur 24. Minute ehe den Assenheimern die Führung
gelang, bei der die SVR-Abwehr leider Pate stand. Eine scharfe Hereingabe
drückte Topptorjäger Stranczyk unbedrängt ein. Doch nur zehn Minuten später gelang
Hendrik Bernert nach einem tollen Konterangriff der 1:1-Ausgleich.
Die Freude
bei den Gästen währte indessen nicht lange, als fünf Minuten später der zweite
SVA-Torjäger Uwe Funk zum 2:1-Halbzeitstand traf. Der gleiche Spieler sorgte
mit einem umstrittenen Foulelfmeter in der 60. Minute für den 4:1-Endstand,
nachdem unmittelbar zuvor sein Mannschaftskollege Musa zum 3:1 für die
Gastgeber getroffen hatte. Wie wäre die Partie wohl verlaufen, hätten die
Reichelsheimer eine Riesenchance vor der Pause zum 2:2 nutzen können, denn die
mannschaftliche Geschlossenheit lag eindeutig auf Seiten des SVR, währen die
Assenheimer mit ihrer hervorragend besetzten Truppe eher mit Einzelaktionen
glänzten.
Im SVR-Aufgebot standen: Michael Penow-Michalak, Heiko Sauer, Michael Bernert, Karsten Hild, Daniel Glässner, Hendrik Bernert, Torben Uhl, Benny Wolf, Sezai Kardas, Jens Hönicke, Marvin Krebs, Michael Grimm, René Prohaska, Paul Dietz, 2. TW Sascha Geier.
Am
Sonntag gegen die SG Rodheim wollte man nicht die gleichen Fehler machen, wie
im Spiel gegen Assenheim und begann daher mit einer etwas defensiveren
Aufstellung, die sich zunächst auf Balleroberung und Ballsicherung verlegte.
Leider ging die Rechnung von Trainer Erhard Geck nicht lange auf, denn nach nur
15 Minuten verloren die Blau-Gelben in der eigen Spielfeldhälfte leichtfertig
den Ball und der derzeitige Spitzentorjäger der B-Liga 2, Manfred Knauer (13
Tore), erzielte die Führung für den Tabellenführer. Reichelsheim zeigte sich indessen nicht geschockt, behielt
seine Linie bei und machte mit schnell vorgetragenen Angriffen Druck auf das
SG-Gehäuse.
Lohn des Einsatzes war der 1:1-Ausgleich in der 28. Minute, als ein
Rodheimer Abwehrspieler eine scharfe Flanke von Marvin Krebs vor dem heraneilenden
Jens Hönicke ins eigene Tor abfälschte. Nicht genug des Erfolgs, denn kurz vor
dem Pausenpfiff erhöhte Hendrik Bernert gar auf 2:1 für den SVR. Leider freuten
sich die Hausherren über den Führungstreffer so sehr, dass der SG Rodheim quasi
im Gegenzug und mit dem Halbzeitpfiff postwendend der Ausgleich gelang.
Zurück
aus der Kabine erwischten die SV-ler einen schwarzen Start. Nur zwei Minuten
waren gespielt, als dem Reichelsheimer Torschützen zum 2:1 das selbe
Missgeschick unterlief, wie seinem Rodheimer Kollegen in der ersten Halbzeit –
2:3. Als die Rodheimer in der 52. Minute mit einem Sonntagsschuss zum 2:4
trafen, war der Endstand besiegelt. Der SVR spielte zwar weiter mit, tauchte wieder am und im Rodheimer Strafraum auf, doch die Gäste ließen keinen
weiteren Treffer mehr zu. Fazit: Gut gespielt aber am Ende mit leeren Händen
den Platz verlassen. Auf jeden Fall hat die Mannschaft gezeigt, dass sie in der
Lage ist, gegen die Spitzenmannschaftan dagegen zu halten. Bleibt zu hoffen,
dass dieser Elan und das Selbstvertrauen in den nächsten Spielen wieder
positive Ergebnisse folgen lässt.
Im SVR-Aufgebot standen: Michael Penow-Michalak, Heiko Sauer, Thomas Hench, Michael Bernert, Karsten Hild, Daniel Glässner, Marvin Krebs, Hendrik Bernert, Markus Wehrum, Benny Wolf, Jens Hönicke, Marvin Krebs, Torben Uhl, Michael Grimm, René Prohaska, Alex Kuhn, 2. TW Sascha Geier.